Äquinoktialbotschaft – März 2015

 

Liebe Fratres und Sorores von B.O.T.A.,

 

Um ein bewussteres Band zwischen den Mitgliedern des Ordens auf allen Ebenen zu fördern, hat unsere General-Prolocutorin eine neue Übung eingeführt, eine Botschaft von Inspiration und liebender Verbindung zu allen B.O.T.A.-Gruppen weltweit zur Tag-und Nacht-Gleiche zu teilen.

 

Die Periode der Tag-und Nacht-Gleiche ist stets eine Zeit des sehr intensiven Einflusses von spirituellen Kräften, die wir mit großem Gewinn für unser individuelles und unser Gemeinschaftsleben nutzen können.

 

Seit der Zeit vor der Zeit, noch bevor Geschichte geschrieben oder in Stein geritzt oder gemeißelt wurde, zeichnete die Menschheit in irdenen oder steinernen Monumenten ihr Verständnis ihrer Welt, physisch, sozial und spirituell, überall auf dem Planeten auf. Es erscheint uns heute unglaublich, dass ohne Stift, Papier, Kompass oder Computer, die intellektuellen Giganten jener Zeiten den exakten Moment des solaren Gleichgewichts auf unserem Planeten messen konnten. Noch erstaunlicher ist, wie gut die spirituellen Giganten unter ihnen den Einfluss der himmlischen Körper verstanden, die in den Konstellationen oben herumwirbelten und die sie in ein System der Tierkreiszeichen benannten und organisierten.

 

Nun im 21. Jahrhundert laufen wir demütig in ihren Spuren und doch sind wir angespornt, beständig höher und weiter in die Mysterien zu reichen, welche sie in den Himmeln oben in Bezug auf den Planeten unten gesehen haben.

 

An dieser Tag-und Nacht-Gleiche, wenn die Sonne in das Zeichen Widder tritt, wollen wir für einen Augenblick uns einige der wichtigen Konzepte in Erinnerung rufen, die sich auf unser inneres Leben beziehen. Mit dem Herrscher Mars, dem Planeten von Aktion und Initiative, ist der Widder auch das Zeichen, in dem die Sonne erhöht ist, also den Ort ihres höchsten Ausdrucks hat. Das solare Jahr des Zodiaks beginnt annäherungsweise mit dem Zeichen, in dem die erregende reproduktive Kraft zusammengeht mit der fruchtbaren Kraft der Sonne, unserem strahlendsten Gestirn.

 

Der 15. Pfad des Kaisers beginnt in Schönheit/Tiphereth und endet in Weisheit/Chokmah. Das zeigt an, dass die konstituierende Intelligenz aus dem Herzen entsteht, dem einen Selbst, dem Sitz des Königs, des wahren Bildes unserer selbst als eins mit der Menschheit. Der Sohn ist mit dem Vater durch diesen Pfad verbunden.

 

Wenn sie auf erleuchtete Ordnung und Vernunft gegründet ist, wird die Schönheit in unserem Leben zur Wirklichkeit. Die Konstitution unseres Denkens und Handelns muss natürlicherweise die ganze Menschheit einschließen und wie kann deshalb unser Handeln anders als konstruktiv und hilfreich in unserem Einflussbereich sein? So fest verwurzelt wird der Ausdruck unseres Kaisers ein starker und wohlwollender Herrscher in unserem Leben.

 

Die gegenwärtige Welt braucht die gebieterische Stärke des erleuchteten Sehens. Es werden weder Regierungen noch Armeen sein noch der Handel, welche die Welt verändern. Vielmehr werden wir es sein, einzeln oder in Gruppen, die diesen Wechsel bewirken werden, indem wir die Prinzipien der Wahrheit in unsere Vorstellungen halten und sie anwenden, damit sie neue Formen in unserem Leben bilden. Jene unter uns, die sehen und eine klare Vision einer schönen Welt aufrechterhalten können, werden unsere Welt ändern, von Innen her nach Außen.

 

Meditieren wir über Schlüssel 4 (Widder) zusammen mit den Schlüsseln 16 und 19 (Mars bzw. Sonne) und folgen wir dem Faden der Assoziationen, die sie nahelegen, können wir lernen, weise und bewusst diese Kräfte sehr wirksam anzuwenden, indem wir ihre ausgewogenen Energien in der Periode der Tag-und Nacht-Gleiche nutzen. Denkt über diese Botschaft nach und sie wird enthüllen, wie wir einen neuen Lebenszyklus beginnen, sei er individuell, gemeinschaftlich oder planetarisch, die alle unentwirrbar miteinander verwoben sind.

 

Möge unser Handeln gelenkt sein von Vernunft und der Logik des Sohnes, des Königs, des Selbst, das in den Herzen von uns allen seinen Sitz hat; und möge es einen neuen Tag der Menschheit bringen und ein neues Muster der Geschwisterlichkeit in unserer Welt.

 

Bei der gemeinsamen Reise auf diesem Pfad der Rückkehr mögen die Segnungen von L.V.X., des Lichts, ausgesendet sein auf Euch.

 

Erbauer des Adytums